Damen ohne Glück beim Auswärtsspiel in Heppenheim

Die TG-Damen blieben nach einem fulminanten Start und einer 31:13 Viertelpausenführung leider erfolglos beim Tabellennachbarn in Heppenheim. Vielleicht war der gute Start einfach zu ungewohnt, oder gar erschreckend für die Rüsselsheimerinnen.  

Die neu einstudierte Zonenpresse zeigte einen raschen Erfolg. Ein Ballgewinn nach dem anderen konnte zu einfachen Punkten genutzt werden. Selbst eine Auszeit der Gastgeberinnen änderte zunächst nichts am Spielverlauf. Die TG-Damen kamen ein ums andere Mal sehr gut zu korbnahen Würfen und auch die Mitteldistanzwürfe fielen. Im zweiten Viertel fingen sich die Heppenheimerinnen langsam aber stetig. Die routinierten Spielerinnen übernahmen gelassen die Offense und drangen sehr gut durch die Rüsselsheimer Verteidigung. Im Gegenzug schlossen sie auch die Räume für die TGlerinnen, die nur noch schwer zum Korb kamen. Auch der Schnellangriff lief nicht mehr wie vorgehabt. Trotzdem konnten die TG-Damen eine 37:27 Halbzeitführung halten.

Im dritten Viertel änderte sich leider wieder nichts. Coach Iasson Valiano versuchte zu Rebounds und Tempo zu motivieren, die aber vermisst wurden. Die größeren Heppenheimerinnen schafften es unzählige Offensivrebounds zu holen und mehrere Chancen in einem Angriff wahrzunehmen. Hier wurde einfach zu wenig gekämpft. Und ohne Rebounds gelang auch kein Fastbreak mehr. Zwar liefen die TG-Damen im Angriff fleißig die vorgegebenen Laufwege, waren aber im Abschluss konstant erfolglos. Dies nutzte Heppenheim wiederum für einige Schnellangriffe, wodurch sie bereits in der 30. Minute das Spiel zum 44:44 ausglichen. Coach Valiano verpasste es an dieser Stelle etwas zu ändern und als in der 32. Minute auch Lenkerin A. Vodraschka durch ihr 5. Foul ausfiel, wurde es immer schwieriger den Anschluss zu behalten. Trotz 6 verworfener Freiwürfe im letzten Viertel, bestand noch Hoffnung als P. Dressler den Ball zu einem Schnellagriff beim Stand von 59:53 in der 39. Minute gewann. Sie gab Vollgas zum Korb, gelang durch eine Berührung aber außer Gleichgewicht und konnte nicht erfolgreich abschließen. Heppenheim erzielte gegen nun deprimierte Rüsselsheimerinnen noch 2 Feldkörbe und besiegelte damit ihren Sieg mit 63:53.

Ein erstaunliches Spiel. Mit einem Start von 31:13 hatte niemand gerechnet. Coach Valiano glaubte, dass sich seine Spielerinnen zu sehr in Sicherheit gefühlt hatten, und dann schockiert waren, als der Vorsprung weg war. Hoffentlich lernen die Spielerinnen viel aus diesem Spiel.

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