WU16BZ: Endlich mal wieder ein Spiel, aber unnötig spannend

Ziemlich früh am Samstagvormittag fuhren wir zum Auswärtsspiel nach Heppenheim. Wir waren zwar nur zu siebt, dabei aber erstmals in dieser Saison mit Nina sowie Ibo aus der U14.
Während des Auftaktviertels (und auch später immer wieder mal) litt der Coach auf der Bank Höllenqualen und hätte sich am liebsten selbst eingewechselt. Entweder vergaben seine Mädels beste Chancen, oder gingen gar nicht erst in die sperrangelweiten Lücken der Heppenheimer Defense. Umgekehrt vielen bei den Gastgebern neben ein paar ordentlichen Distanzwürfen ungewöhnlich viele die unmöglichsten Körbe von weit draußen rein. Unterstützt wurde das unsererseits sehr dadurch, dass wir meist auf das defensive rebounden verzichteten und der Heimmannschaft auch noch besonders viele Wurfmöglichkeiten schenkten.
Einige der Heppenheimer Spielerinnen zeigten schon im ersten Viertel deutliche konditionelle Einbrüche. Der Coach sah, dass sein Team theoretisch ganz locker gewinnen müsste. Stattdessen machten sie ein artiges Gastgeschenk und verloren den ersten Abschnitt mit sage und schreibe 20:8. So wütend wie in den Auszeiten und sonstigen Pausen dieses Spiels ist er sonst eigentlich selten. Aber obwohl wir im zweiten Viertel das Ergebnis fast genau rum drehten, lagen wir zur Halbzeit noch einen Punkt hinten. Vor allem Ibo hatte mit ihrem Drive zum Korb die anderen geweckt. Aber treffen wollte außer ihr fast nur Nihad. Und auch die ließ noch reihenweise beste Chancen aus. Ibo übrigens ebenso. Auch Nina hätte alleine in diesem Viertel 10 Punkte machen können (müssen!). Samanta war heute offensiv ziemlich neben der Spur und kam selten ans Brett. So konnte man sich über das 10:21 in den zweiten 10 Minuten eher nicht freuen, weil es hätte auch 10:41 ausgehen können.
Das muntere Chancen versemmeln ging auch nach der Halbzeitpause weiter. Den Gastgebern ging aber Zusehens die Puste aus, obwohl deren Bank mit 10 eigentlich gut besetzt war. Ans Brett kamen sie bereits vorher trotz manchem Stellungsfehler bei uns nur im ersten Viertel und mit dem Wurfglück war es nun auch vorbei. Trotzdem musste der Coach bis zur 30. Minute leiden, bevor sein Team endlich die Führung übernahm und dann auch nicht mehr hergab. Mit 10:15 und 4:12 gewannen sie auch diese beiden Viertel zwar deutlich, aber lausig niedrig in Angesicht der dafür verbrauchten Chancen.
Nina war die Spielerin der zweiten Hälfte und erzielte alle ihre 12 Punkte da. Ob das Team ohne Ibo heute aus der Lethargie erwacht wäre, kann man nur ahnen. Sonst scorte nur Nihad nach stoppeligem Beginn noch gut. Aber die 13 Punkte sind auch höchstens die Hälfte der 100%igen Punkte.
Nun müssen wir wieder zwei Wochen auf das nächste Spiel warten.
Es spielten und trafen:
Nihad (13, 1/3), Ibo (12, 0/4), Nina (12, 0/2), Samanta (11, 1/3), Irem und Youssra (je 4), Sude

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