MX12: Zweimal ohne

Nach dem ersten Saisonspiel in Pfungstadt, wo wir mit fast allen wirklichen U12ern plus ein paar MX10ern angetreten waren und gegen einen einfachen Gegner einen einfachen Sieg eingefahren haben, fehlten beim ersten Heimspiel gegen Geisenheim viele wichtige Spielerinnen und Spieler. Dank der MX10er war die Bank trotzdem voll. Das erste Viertel begann vom Ergebnisverlauf her so, wie das Spiel in Pfungstadt. Während wir dort aber schönen Teambasketball mit guter Defense gespielt haben, war schon jetzt vorzeitiges abschließen, sinnfreies ballern von draußen aus den unmöglichsten Positionen, keine Pässe und schlampige Defense die Devise. Trotzdem reichte das im ersten Abschnitt noch für ein 12:9 und auch das zweite Viertel war mit 9:11 noch erträglich.
Aber mit unserem einfallslosen und pomadigen Spiel bauten wir unsere motivierten und lauffreudigen Gegner systematisch auf. Statt die jüngeren und unerfahrenen MX10er zu führen und ins Spiel einzubinden, lief es weitgehend an diesen vorbei. Überhaupt sah der Coach weitgehend planlose Einzelaktionen mit dem Kopf durch die Wand. Da das außer uneffektiv auch kraftraubend war, sah man schon im dritten Viertel bei den wenigen erfahrenen Spielerinnen und Spielern die Kräfte schwinden. Mit 7:14 war das Ergebnis zwar noch im Rahmen, aber gegen einen eher einfachen Gegner trotzdem ziemlich peinlich. Im Schluss Abschnitt brach dann auch die letzte Struktur zusammen und laufen konnte manch einer auch nicht mehr. Nur der Unerfahrenheit unseres Gegners ist es geschuldet, das sie trotzdem nur 11 Punkte schafften. Bei uns ging nur noch ein Freiwurf rein und das Spiel ziemlich kläglich mit 28:45 verloren. Einzig Ömer und Yasir aus der MX10 konnten dem Coach im ganzen Spiel gefallen. Vor allem letzterer versuchte auch als einziger auf dem Feld Struktur in Defense und Offense zu bringen, war aber weitgehend auf sich alleine gestellt.
Nach dem enttäuschenden zweiten Spiel erlebte der Coach im dritten schon vor Spielbeginn die nächste. Nur drei von den Jungs, davon einer aus der MX10, erschienen. Acht Mädchen, davon fünf aus der MX10 und drei in ihrem ersten Spiel überhaupt konnten das nur zahlenmäßig ausgleichen. Gegen ein erheblich älteres reines Jungenteam brauchte man daher von vorneherein nicht auf einen Erfolg hoffen. Leider wurde aber auch die Vorstellung, die drei leidlich erfahrenen und körperlich kompatiblen Jungs würden das Spiel wenigstens vernünftig organisieren enttäuscht. Von Beginn an war das Spiel noch hirnloser als die Partie gegen Geisenheim. Defense fand weitgehend auch nicht statt. Auszeiten brachten leider keinerlei Veränderung auf dem Feld. Den kleinen Mädchen mit wenig oder garkeiner Spielpraxis kann man das nicht vorwerfen.
Gegen Enden des Schluss Viertels gab es endlich ein paar Phasen, die aussahen wie Teambasketball. Kurz vor Schluss erreichten die Weiterstädter Jungs die 100 und freuten sich, als wären sie gerade gegen den Tabellenzweiten Meister geworden und würden nicht im Wesentlichen gegen kleine 8 und 9-jährige Mädchen spielen. Leider setzte sich das peinliche Verhalten nach dem Spielende in einem ausgelassenen Freudentanz fort. Der Gästecoach dachte angesichts dieses Verhaltens seiner Geschlechtsgenossen kurz über eine Umwandlung desselben nach.
Die MX12er werden beim nächsten Spiel auf Unterstützung durch MX10er verzichten müssen. Deren Saison startet jetzt ja auch endlich und außerdem müssen sie sich darum kümmern selber ihre Streiter aufs Feld zu bringen.

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