U17-Oberliga: Freiwürfe verhindern Erfolg beim neuen Oberligameister Krofdorf

Nachdem am Samstag bereits die U15-Landesliga den ungeschlagenen Tabellenführer Sulzbach mit 87:40 nachhause geschickt hatte und die Damen am Abend ausgerechnet beim Tabellenführer in Weiterstadt ihren ersten Saisonsieg feiern durften, mußte die U17 am Sonntag beim Tabellenführer der U17-Oberliga an den Start. Da auch die U15 und die Damen ihre Spiele mit eher geschwächter Besetzung errungen haben, hat uns der Umstand, daß wir erstmals ohne Darleen antreten mußten und auch Nadine, Jasmin, Savina sowie Jacqueline nicht dabei waren und wir nur zu siebt antreten konnten eher motiviert. Wir hatten zwar das Hinspiel gegen die sehr robust spielenden Gäste deutlich mit 40:81 verloren, uns aber diesmal auf die Gegner gut eingestellt. Im November konnte Louisa Bauer noch 37 Punkte vorzugsweise aus der Distanz erzielen, Julia Ishaque steuerte 15 dazu – wir wurden damals also aus der Ferne „erschossen“. Nur ein paar erfolgreiche Fastbreaks erhöhten seinerzeit das Ergebnis, unter unseren Korb kamen die Krofdörfer schon damals nicht. Es war also klar, wo der Hebel anzusetzen ist. Bedingt durch die dünne Personaldecke fiel gegen die gut und zahlreich besetzten Gastgeber eine harte Manndeckung ebenso aus wie Box&One o.ä. Aber die 3-2-Zone war so gut, daß im ganzem Spiel nur drei erfolgreiche Distanzwürfe zugelassen wurden. Unter dem Korb räumten Lara, Renée und Corinna im Wechsel fast alles ab und ließen kaum Offense-Rebounds zu.
Trotzdem war das 10:12 für uns zur ersten Viertelpause schon ein Highlight. Wir waren uns einig, daß egal was jetzt noch kommt sich die lange Fahrt nach Krofdorf trotz der dünnen Besetzung jetzt schon gelohnt hat.
In Viertel Nr. 2 verschärften die Gastgeber, für die es heute um den vorzeitigen Gewinn der Oberligameisterschaft ging, noch einmal die ohnehin schon harte Defense. Engste Manndeckung ab der Mittellinie plus Vorchecking in unserer Hälfte. Den zwischenzeitlichen Versuch einer echten Ganzfeldpresse mußten die Krofdörfer allerdings aufgeben. Da beide Defensereihen keine Fehler machten und Pauline ihre vier Freiwürfe nicht traf, stand es nach fünf Minuten immer noch 10:12. Das Viertel verlief völlig ausgeglichen. Da Krofdorf aber 4 von 6 Freiwürfen traf, wir dagegen alle 7 vergaben, verloren wir das Viertel mit 11:4 zum Pausenstand von 21:16.
Nach der Halbzeitpause wurde die Gangart der Krofdörfer Defense noch eine Spur robuster. Mit aller Macht sollte der Sieg her. Zwar pfiffen die Schiris die meisten Fouls, aber da die Gastgeber durch die Fouls die regulären Punkte verhinderten, wir die Freiwürfe nicht trafen (3 von 24 im Spiel !!!) und die Krofdörfer Bank tief genug war die hohe Foulrate (24, wir nur 11) durchzuhalten, zogen sie langsam etwas davon. Allerdings konnten sie sich bis kurz vor Schluß (6. Minute des Schlußviertel 36:29) ihres Sieges nicht gewiß sein.
Zwar verloren, aber gegen den neuen Oberligameister. Wir hatten es auch in eigener Hand zu gewinnen. Bei nur 50%iger Freiwurfquote hätten wir schon gewonnen – mal davon abgesehen, daß die Gastgeber dann ihre harte Defense nicht mehr hätten aufrecht erhalten können.
Wir kamen unter unserem Brett mit nur fünf Fouls aus. Die sechs anderen passierten bereits im Vorfeld. Krofdorf kam mit keiner Penetration unter unser Brett, eroberte fast keine Offenserebounds. Insgesamt ließen wir gegen den neuen Champion nur ganze 14 Feldkörbe zu, während wir 13 erzielten und 9 weitere nur durch konsequente Fouls verhindert wurden.
Fazit: Freiwürfe üben und noch eine achte Mitspielerinn hätten für eine Sensation gereicht. Wir waren absolut gleichwertig. Und wie im U15-Spiel gestern konnten alle reichlich spielen, weil keiner Mist gebaut hat.
Das Ergebnis 38:29 bedeutet auch nicht, daß die Offense schlecht gewesen wäre (niemand hat zweistellig gepunktet). Aber bei beiden Teams war heute einfach die Defense überragend.
Den Krofdörfern Gratulation zur Meisterschaft, die sie auch in diesem Spiel mit Konsequenz erobert haben.
Es spielten und trafen:
Pauline (8, 0/5), Corinna (6, 0/8), Sarah (6, 0/2), Lara M. (5, 1/5), Renée (2, 2/4), Nina (2), Lara K. Savina, heute leider krank, war zu unserer Unterstützung mitgefahren.

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