Wieder nur zu Fünft reisten die Damen zum vorverlegten Auswärtsspiel beim noch immer ungeschlagenen Tabellenführer und eigentlich bereits feststehenden Wiederaufsteiger vom SC Bergstraße nach Seeheim.
Obwohl bei der rein numerischen Betrachtung ein Sieg mehr als überrascht hätte, war der Hauptunterschied zwischen beiden Teams die Chancenverwertung und dabei besonders die Ausbeute bei Distanz- und Halbdistanzwürfen.
Das im Schnitt deutlich jüngere Team aus Seeheim machte in der Defense – wie schon im Hinspiel – wenig Druck und das Spiel war vom Tempo so, daß selbst unsere dienstälteren Spielerinnen bis zum Ende konditionell gut mithalten konnten. Während wir die Außenwürfe versucht haben zu verteidigen, konnten wir vorne mehr oder minder unbedrängt werfen. Da wir im Gegensatz zu den Gastgebern aber schlecht getroffen haben, konnten wir von der laschen Defense nicht profitieren. Einfache freie Würfe bekam Bergstraße recht selten, aber das clevere und meist geduldige Paßspiel schaffte es am Ende oft doch im wiederholten Versuch eine Außenspielerinn frei zu bekommen. Etliche Male liefen davor aber auch die 24 Sekunden runter.
Bei den Fastbreakchancen, von denen wir möglicherweise sogar mehr hatten, trafen die Bergsträsserinnen ähnlich schlecht wie wir.
Besonders im ersten Viertel taten sich die Gastgeber schwer und nur die in Reihe verschusselten eigentlich einfachen Punkte haben verhindert, daß wir das Viertel vom Ergebnis her ausgeglichen gestalten oder sogar gewinnen konnten (19:9).
Viertel zwei verlief ähnlich wie Nr. 1 – trotz größerem Ballbesitz und guten Chancen ging es mit 18:4 noch deutlicher verloren.
Im dritten lief es auch vom Ergebnis her etwas besser. Hauptsächlich die Fastbreakpunkte wurden mit erträglicher Quote verandelt. Mit ungebrochen hoher Treffsicherheit von Außen gewann Bergstraße trotzdem mit 16:9.
Bei unseren Centern war die Foulbelastung bis zum Schlußviertel langsam in den kritischen Bereich gestiegen. Das dieses Viertel mit 20:15 trotzdem gut verlief, zeigt daß die Moral und Kondition bis zum Ende völlig intakt waren.
Bergstraße lebt sehr von den Distanzwürfen und ist durch die Zone und bei Fastbreaks weniger gefährlich. Für das Spitzenteam der Liga ist die Defense erstaunlich zahm und reicht für die Bezirksliga derzeit wohl noch nicht. Das Paßspiel in der Offense ist dagegen sicher, geduldig und effektiv. Die Distanzwürfe sind die große Stärke des Teams.
Unsere Mannschaft wird es in der Zusammensetzung nach dieser Saison nicht mehr geben, was in Angesicht der beiden letzten Spiele ziemlich schade ist.
Heute spielten und trafen (das Zweierkampfgericht war wohl nicht ganz so multitaskingfähig, wie behauptet. Einige Körbe wurden offensichtlich nicht den richtigen Spielerinnen zugeordnet):
Ludmilla (11), Kerstin (9), Isabelle und Moni (je 6), Bianca (5)
