Gegen den dreimaligen Serien Cup-Sieger aus Dreieichenhain war die Bank mit 10 Spielerinnen optimal besetzt. Erstmals im Trikot der TG lief heute unser Neuzugang Antje Huth auf. Mit Antje verschiebt sich das Durchschnittsalter unserer sehr jungen Mannschaft etwas mehr in Richtung erwachsen. Unser Gegner ist ähnlich strukturiert, spielt aber in der Landesliga. Die meisten kennen wir seit der U15. Allerdings haben die Gästespielerinnen mit der Regional- und Landesliga bereits andere Möglichkeiten gehabt Erfahrung zu sammeln. Auch bei den Haanerinnen war die Bank mit 11 Spielerinnen sehr gut besetzt. Natürlich waren wir der Underdog und hatten nichts zu verlieren.
Das Spiel begann von unserer Seite fulminant. Bis zur 5. Spielminute stand ein 6:0 für uns und bis dahin kamen die Gäste nur mit zwei nicht verwandelten Freiwürfen zu einer echten Korbchance. Allerdings hatten wir in dieser Phase versäumt den Abstand weiter auszubauen. An Gelegenheiten dazu hatte es nicht gefehlt. Das Dreieichenhain nach den ersten Wechseln bei uns ins Spiel fand, auf- und überholte lag nicht an den eingewechselten Spielern, sondern daran, daß die Gäste in der Defense härter zulangten und wir einige Zeit brauchten uns darauf einzustellen. Besonders aber lag es daran, daß wir von den 8 daraus resultierenden Freiwürfen nur zwei trafen. Folgerichtig stand am Ende des Viertels ein 9:17 gegen uns, das dem Spielverlauf nach nicht hätte sein brauchen.
Im zweiten Spielabschnitt versuchten wir instinktiv das schnelle Fastbreakspiel der Haanerinnen mitzugehen. Da wir aber im Abschluß weniger abgezockt waren und gleichzeitig unsere Innenspieler bei dem Tempo natürlich auf Dauer nicht mithalten konnten, konnte das nicht gut gehen. Das 9:19 war leistungsgerecht. Allerdings ging das Tempo und die Intensität des Spiels auch an unseren Gästen nicht spurlos vorüber.
Die Spielanalyse zur Halbzeit hat vor allem die Fehler des zweiten Viertel angesprochen. Und unsere Damen haben nach der Halbzeitpause tatsächlich umgesetzt, was besprochen wurde. Obgleich das Tempo hoch blieb und die Intesität eher noch zunahm, war der Kampfgeist jetzt richtig geweckt und wir spielten über unserem derzeitigen athletischen Vermögen. Die körperliche Anstrengung zeigte überraschenderweise mehr bei den Gästen als bei uns Wirkung. Der dritte Spielabschnitt ging mit 16:14 an uns. Vom Verlauf her hätten wir richtig aufholen können. Aber obwohl man von der individuellen Spielstärke eigentlich keinen großen Unterschied zwischen den Teams konstatieren mußte, war Dreieich einfach das besser eingespielte Team.
Das zeigte sich auch im Schlußviertel, als die Gäste trotz sichtlicher körperlicher Ermattung mit cleverem Paßspiel und konzentrierten Abschlüssen die Oberhand behielten (9:16). Endergebnis 42:66.
Bei uns war keiner wirklich enttäuscht, auch wenn natürlich noch manches nicht so funktioniert hat, wie wir es gerne hätten. Es war ein Spiel mit sehr hohem Tempo, was der Spielweise unserer Gäste eigentlich entgegen kommt und mit dem sie normalerweise Gegner, die versuchen ebenso mitzuspielen, mit hohen Ergebnissen aus der Halle fegen. Nur gegen Ende des zweiten Viertel war bei uns mal eine Zeit lang nicht der Wille da über die eigenen körperlichen Grenzen zu gehen. In der zweiten Spielhälfte hat jeder im Team bis zur letzten Sekunde am Anschlag gekämpft, weshalb es trotz des Endergebnisses bis zum Ende ein packender Pokalfight war.
Antje hat nach 11 Jahren Basketballpause mit ihrer robusten Spielweise genau das Element eingebracht, das wir uns erhofft haben. Heute fehlten noch Kerstin und Christina. Marijke saß zwar auf der Bank, wird aber noch eine Weile brauchen die Folgen ihres Kreuzbandrisses auszukurieren. Außerdem stoßen mit Johanna, Pauline und Aylin noch drei weitere Spielerinnen zum Kader der Damen. Man darf also trotzdem uns Ludmilla ein Jahr fehlen wird wirklich neugierig auf die kommende Saison sein.
Heute spielten und trafen:
Ludmilla (15, 3/3), Effi (6, 0/3), Corinna (6, 0/2), Joanna (6), Lara (4), Darleen (3, 1/2), Antje (1, 1/4), Marion (1, 1/2), Jacqueline, Alex
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