Hochheim, einer der Absteiger vom Vorjahr, hatte bislang noch kein einziges Rundenspiel absolviert und konnte daher kaum eingeschätzt werden. Motiviert bis in die Haarspitzen waren wir mit neun Spielerinnen am Sonntag Abend zu dem mit 20:00 Uhr ziemlich spät angesetzten Spiel gefahren.
Nach konzentrierter Aufwärmphase wurde wie schon beim letzten Spiel die Geduld und Konzentrationsfähigkeit aller Spielerinnen auf eine harte Probe gestellt, denn es erschienen keine Schiedsrichter… Glücklicherweise befanden sich im Kreise der Zuschauer zwei Schiedsrichter die von beiden Teams auch sofort akzeptiert wurden. Allerdings konnte es erst mit einer knappen halben Stunde Verspätung losgehen, da einer der beiden noch in der Anreise begriffen war und ja auch noch seine Ausrüstung mitbringen sollte. Nochmal vielen Dank an Iasson und Saymon für den spontanen Einsatz und die gewohnt souveräne Spielleitung!
Im Gegensatz zum letzten Spiel gelang es uns jedoch dieses mal trotz dieser Verzögerung bestens die notwendige Konzentration und Spannung bis zum Tipoff aufrecht zu erhalten. So zeigte unsere druckvolle Verteidigung sofort Wirkung, und zahlreiche daraus resultierende schnelle Ballgewinne konnten umgehend in Punkte umgewandelt werden. Nach tollem 16:0-Lauf mit vielen sehenswerten Schnellangriffen stand es nach 7 Minuten bereits 2:16 für uns, das bis zum Ende des Viertels zu einer 6:24-Führung ausgebaut werden konnte.
Die zahlreichen mitgereisten Zuschauer machten richtig Stimmung und verwandelten das Spiel fast schon in ein Heimspiel für uns!
Vielleicht waren wir uns zu diesem Zeitpunkt des Sieges doch schon etwas zu gewiss, jedenfalls verloren wir im zweiten Viertel ein wenig den Faden. Zum einen hatten die Gegner Ihre Verteidigung umgestellt, zum anderen war unsere eigene Verteidigung nicht mehr ganz so Druckvoll und Konsequent wie im ersten Durchgang. Folgerichtig kamen die Hochheimerinnen wieder Stück-für Stück zwischenzeitlich bis auf sechs Punkte heran. Zur Halbzeit stand es dann 24:33.
Bei der Besprechung in der Halbzeitpause war jedoch von Nervosität keine Spur. Die Fehler aus dem zweiten Viertel waren schnell identifiziert, und die richtigen Antworten gefunden. Fortan diktierten wir wieder weitgehend das Spieltempo und konnten unsere Führung in der zweiten Hälfte kontinuierlich bis zum 52:75 Endstand ausbauen.
Auch heute war die Mannschaftsleistung wieder bemerkenswert ausgeglichen. Das Passpiel war Phasenweise wirklich toll anzusehen, besonders bei den vielen Schnellangriffen. Aber auch sonst war das Angriffsspiel immer wieder von druckvollem Zug zum Korb geprägt dass oft nur mit Fouls gestoppt werden konnte. Heute war Ludmilla mit 18 Punkten Topscorerin, je 15 Punkte steuerten Ioanna und Marijke bei. Damit hatten wir bislang vier verschiedene Topscorer in vier Spielen, was die enorme Ausgeglichenheit der Mannschaft ebenfalls unterstreicht. Bei unserer phasenweise hervorragenden Verteidigungsarbeit kann Marijkes ausgezeichnete Defense an der Hochheimer Aufbauspielerin hervorgehoben werden. Kerstin, Alex und Melissa konnten sich immer wieder gut gegen die starken Hochheimer Centerinnen behaupten und im Angriff auch immer wieder selbst punkten. Und auch Patricia, Christina und Marion spielten in Angriff und Verteidigung sehr entschlossen und druckvoll.
Das komplette Team war offensiv und defensiv voll auf der Höhe und alle hatten gleichermaßen Anteil am verdienten Erfolg!
Es spielten: Ludmilla Michel 18, Ioanna Anagnou 15, Marijke Jacobs 15, Melissa Meierhöfer 7, Patricia Raczek 6, Christina Niedenzu 6, Kerstin Trippel 6, Alexandra Kolb 2 und Marion Lehmbecker
Am kommenden Wochenende kommt der derzeit sechste der Tabelle, Dieburg nach Rüsselsheim. Anpfiff ist am Sontag den 10.11. um 17:00 Uhr in der Humboldt-Halle.
=> Spielbericht der Hochheimer
