WU15: Niederlage gegen die eigene Wurfschwäche, schwache Schiris und Holzhacker-Defense

Während wir im Oktober zum Hinspiel in Dreieich nur mit einer uneingespielten und mit zahlreichen Anfängern gespickten Rumpftruppe antreten konnten und daher eine üble Klatsche bekamen, waren wir heute gut besetzt. Das zeigte sich auch gleich im Spielverlauf. Mit der Fullcourt-Presse kamen die ungeschlagenen Tabellenführer gar nicht gut zurecht. Während diese in Viertel eins kaum Chancen zu mehr als den erzielten vier Punkten bekamen, leisteten wir uns mal wieder den Luxus super raußgespielte freie Korbleger kunstvoll irgendwie daneben zu legen. Trotz deutlicher Überlegenheit stand daher mit 4:4 ein Handballergebnis am Ende des ersten Viertel. Es blieb auch in Viertel zwei bei diesem Spielverlauf, nur hatten die Gäste ein paar Chancen mehr, die sie zum Pausenstand von 10:16 verwerteten.
In der Halbzeit hat der Gästecoach offensichtlich die Devise Holzhacker-Defense ausgegeben. Gleichzeitig stellten die mit dem Spiel vollkommen überforderten jugendlichen Schiris (16 und 17) das pfeifen der Dreieicher Fouls praktisch vollständig ein und sahen über die permanenten Schrittfehler und Doppeldribblings der Gäste großzügist hinweg. Das Trikot fetzen, kratzen, klammern und stumpen der Gäste-Defense hatte zwar mit Basketball nix zu tun, war aber bei den durch nichts zu re-animierenden Schiris überaus erfolgreich. Gleichzeitig ließen sich die Referees vom Gästecoach wiederholt beeinflussen und revidierten getroffene richtige Endscheidungen sogar dann nachträglich, wenn das Spiel schon wieder am laufen war. Unrühmlichster Höhepunkt war, als eine Gästespielerin mit dem Kopf durch die Wand zum Korb wollte, sich bei der dappigen Aktion verletzte und der Schiri korrekt Ausball pfiff. Der Ball war nach unserem Einwurf bereits wieder im Spiel, als der Schiri bemerkte, daß die Gästespielerin sich verletzt hatte. Das Spiel wurde daher unterbrochen. Auf Zuruf des Gästecoach wurde dann am Ende der Unterbrechung plötzlich nachträglich auf Defensefoul entschieden. Der zur verletzten Spielerin vor unserer Bank gelaufene Gästecoach entgleiste währenddessen verbal vollständig und blökte in Richtung unserer Zuschauer „Asoziales Zuschauer Pack“. Für einen Teil seiner eigenen Zuschauer, die schon länger durch beleidigende Äußerung auf sich aufmerksam gemacht hatten, wäre das sogar zutreffend gewesen. Da dieser besonders für einen Jugendtrainer peinliche Auftritt von den direkt daneben stehenden Schiris nicht mit dem fälligen „T“ geahndet wurde, sah sich dieser zu einer Zugabe in Richtung meiner Mädels veranlaßt und bezeichnete diese als „Spastenhaufen“. Selbstverständlich blieb auch diese Entgleisung ohne Konsequenzen, obwohl die Schiedsrichter immer noch genau daneben standen.
Die beiden jungen Schiris hätten ohne einen erfahrenen Partner nicht zu einem Jugend-Bezirksligaspiel eingeteilt werden dürfen. Falls ein solcher nicht zur Verfügung stand, wäre es besser gewesen das Spiel rechtzeitig abzusagen und neu anzusetzen. So fand zum wiederholten Mal ein Jugend-Bezirksligaspiel unter irregulären Bedingungen statt.
Eigentlich hätte man den pöbelnden Teil der Gästezuschauer, die schon seit letzter Saison in der WU15-Bezirksliga berüchtigt sind, aus der Halle schmeißen und nach den nicht geahndeten Proletensprüchen des Gäste-Coach das Spiel abbrechen müssen. Die Spielerinnen der Gäste trifft dabei keine Schuld. Die machen nur was ihnen gesagt wird. Wie erfolgsgeil ein Teil des Umfeld der Dreieicher WU15 ist, hat sich schon im letzten Spiel der verlorenen Oberliga-Quali gegen Seligenstadt im Juni gezeigt, als schon lange nichts mehr zu gewinnen war und trotzdem bis zur Schlußsekunde rumgepöbelt wurde.
Wir drücken jetzt Heppenheim ganz fest alle verfügbaren Daumen, damit sie am 18.3. gegen die schwachen Dreieichenhainer mit besseren Schiedsrichtern hoffentlich noch dafür sorgen können, daß die Liga einen würdigeren Bezirksmeister bekommt.

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