WU15: Positive Überraschung am Spätnachmittag

5. September 2010: die komplett neu formierte und unter großen Geburtswehen wiedergeborene WU15 macht ihr erstes Saisonspiel und kassiert gegen die TG Hochheim mit 20:84 eine üble Klatsche. Hochheim war danach lange Zeit ungeschlagen Tabellenführer, hat aber dann in Weiterstadt unglücklich in letzter Sekunde verloren und auch in Darmstadt gerissen. Trotzdem unsere WU15 sich seit dem Saisonauftakt sehr positiv entwickelt hat, zeigte das deutlich verlorene Spiel gegen schwache Weiterstädter letztes Wochenende, wo wir Krankheits- und verletzungsbedingt nur zu Sechst antreten konnten, daß wir den Ausfall von Corinna und Savina noch nicht kompensieren können.
Daher wäre es vermessen gewesen, in Hochheim mehr als eine achtbare Niederlage zu erwarten, zumal Darleen und Lara M. schon das WU13-Spiel direkt davor ganz bzw. zur Hälfte durchgespielt hatten und wir krankheitsbedingt etc. wieder nur zu Siebt waren.
Aber manchmal wird man positiv überrascht. Die Damen haben mit einer unbändigen Lust am Spiel und sehr energisch begonnen. Lara M. war gegenüber dem WU13-Spiel kaum wieder zu erkennen, Darleen wirbelte über das Feld, als hätte sie heute noch garnichts anstrengendes gemacht und Corinna ist zum Korb gezogen, als wären da keine Verteidiger. Der Rest vom Team brauchte eine Weile, bis sie kapiert hatten, daß hier heute was geht. Auch der Coach befürchtete ein Strohfeuer – irgendwann mußte doch bei Darleen und Lara M. der Akku leer sein …
Im weiteren Verlauf haben die anderen Vier ins Spiel gefunden. Das gilt besonders für Jacqueline mit einer super Defense und Savina, die im Schlußviertel die gegnerische Aufbauspielerinn teilweise an der Mittellinie festgenagelt und dabei etlich Bälle geklaut hat.
Zum Spielverlauf: in der letzten Minute des ersten Viertel haben wir erstmals die Führung übernommen und sie danach nicht wieder abgegeben. Viertel Eins ging knapp mit 15:17 an uns, Nr. 2 mit 9:17 dagegen deutlich. Das Dritte konnte Hochheim mit 15:10 für sich endscheiden, während das Schlußviertel wieder mit 10:15 uns als Sieger sah.
Es war ein knüppelhartes Spiel und es war ein Glück, mit Kosta Kountaras und Richard Schwalli vom BC Wiesbaden zwei ausgezeichnete Schiri’s zu haben, die mit Fingerspitzengefühl und Sachkenntnis die Gradwanderung zwischen „alle Fouls pfeifen“ und „Spielfluß erhalten“ schon im WU13-Spiel vorher gut hinbekommen haben.Und es waren definitiv zwei auch für Schiri’s sehr anstrengende Spiele.
Es gab 28 Foulpfiffe gegen Hochheim und 18 gegen uns. Vor allem im Zweiten und Vierten Viertel haben einige Hochheimer Spielerinnen viele Fouls kassiert, weil sie bei Fastbreaks unsauber von der Seite verteidigt haben. Den meisten unserer Fouls gingen Stellungsfehler im Setplay vorraus, die dann durch unsauberes Blocken korrigiert werden sollten. In den Auszeiten beklagten sich meine Mädels immer über die harte Gangart der Gastgeber und das es auch verbal nicht immer zivilisiert blieb. Ich gehe davon aus, daß auf der Hochheimer Bank parallel das gleiche Jammern und Klagen zu hören war und beide Teams am Tag danach etliche blaue Flecken und andere Blessuren haben. Ich konnte nur sagen, entweder ihr haltet dagegen, oder ihr verliert. Beide Teams haben mit allem was sie hatten und konnten um den Sieg gekämpft.
Beide Mannschaften sollten lernen, daß man auf dem Feld hart kämpfen kann, solange man die Gegenspielerinnen respektiert. Die wollen auch nur gewinnen.
Daher ist es schade, daß es nach dieser packenden Begegnung keine ordentliche Verabschiedung gab und müßig darüber zu debattieren, ob und wer daran mehr Schuld trägt. Beide Teams haben da offensichtlich noch Lernbedarf.
Makis und Lara K hatten zwar ihre Spielanteile, kamen aber im Schlußviertel nicht mehr zum Einsatz. Beide wollten unbedingt spielen und waren bei ihren Einsätzen zuvor auch nicht schlecht. Aber die Gelegenheit, eine Mannschaft wie Hochheim in deren Halle unerwartet zu schlagen, hatte Priorität. Die Fünf auf dem Feld haben gerade hervorragend harmoniert und waren nicht platt – never change a winning team – und zu dem gehören auch die Spielerinnen auf der Bank.
ACHJA !!! Eins muß natürlich erwähnt werden: nur 9 von 40 Freiwürfen getroffen (22,5%)  ist auch bei einer Jugendmannschaft zu wenig, trotzdem es beim Gegner mit 3 von 21 und 14,3% noch unterirdischer aussah.
Es spielten kämpften:
Corinna und Lara M. (je 18), Darleen (16), Savina (6), Jacqueline (1), Lara K., Makis

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