Mit dem 10. Sieg im zehnten Spiel am vergangenen Samstag in Darmstadt liegen die U10-Mädchen uneinholbar an der Tabellenspitze. Nachdem Darmstadt-Roßdorf am Wochenende davor seine zweite Saisonniederlage beim TV Langen erlitten hatte, war aus unserem Spiel etwas die Spannung heraus. Auch bei einer Niederlage hätten wir nur einen Sieg aus den letzten beiden Spielen gebraucht um trotzdem am Ende vorne zu bleiben. Aber natürlich wollte es niemand extra spannend machen.
Erstmals seit langem war den Mädchen auch eine leichte Nervosität anzumerken. Nicht nur der Coach erwartete einen anderen Spielverlauf als im Hinspiel, wo wir den damaligen Tabellenführer wohl kalt erwischt hatten (48:19). Schließlich hatten die BGDR-Mädchen außer in Langen danach alle Spiele deutlich gewonnen.
Es entwickelte sich diesmal auch, anders als damals, ein flottes Spiel, bei dem beide Seiten punkteten. Wir lagen das ganze Spiel mal deutlicher, mal knapper vorne, aber es blieb bis zum Ende spannend. Die Mädchen im Schlußzehntel brannten dann aber ein Feuerwerk ab, das die Spannung endgültig gelöst hat.
Da Langen dann am Sonntag im Heimspiel gegen Groß-Gerau gepatzt hat, ist auch die letzte theoretische Möglichkeit weg, dass noch ein anderes Team nach vorne kommt.
Erstmalig hatten wir eine WU10 in der ersten Nach-Covid-Saison 22/23 gemeldet. Mit nur einer erfahrenen Spielerin und sonst Anfängern, von denen die meisten damals noch U8 oder gar U7 waren, erreichten wir einen guten 4. Platz.
In der Saison 23/24 ging praktisch das gleiche Team plus ein paar Neue wieder an den Start. Mit nur einer Niederlage wurde es erstmals Meister.
Das Team der Saison 24/25 musste zwar ein paar altersbedingte Abgänge kompensieren, blieb aber im Kern erhalten. Wie in diesem Jahr waren wir drei Spieltage vor Ende Bezirksmeister und hatten diesmal nur ein Unentschieden auf der Malus Seite.
Tja, mit dem 3. Spieltag vor Ende der Runde 24/25 begann dann im Training direkt der Neuaufbau. Mit einer Ausnahme waren alle bisherigen Leistungsträger 2015er und würden in die U12 wechseln.
Und die bisher etwas stiefmütterlich trainierten ganzen Neuzugängen seit Rundenstart (es ging leider während der Saison nicht anders) standen auf einmal im Zentrum und haben das sofort mit großem Engagement gedankt. Viele Extra-Trainings am Wochenende waren immer gut besucht. Und der Strom neuer Spielerinnen riss nie ab.
Trotzdem war ich als Coach im August noch sehr im Ungewissen, wo wir mit dem total neuen Team stehen. Zum Glück fanden sich nach langer Suche geeignete Partner für Testspiele. Drei davon absolvierte das Team im September und bewies, dass wir zumindest würden gut mithalten können.
Am 9. November war es dann endlich soweit. Wir fuhren zum ersten Spiel der Saison nach Pfungstadt. Einerseits schwierig, weil die mit ein paar älteren Spielerinnen a.K. antreten und wir nicht das größte Team haben. Andererseits auch gut, weil egal wie es ausgeht wird es am Ende aus der Tabelle gestrichen. Überraschend deutlich gewannen unsere Rookies das Spiel.
Zum ersten Heimspiel empfingen wir die SG Weitestadt, die in den drei Jahren davor immer ein starker Gegner war. Diesmal war es ein Spaziergang.
Auswärts in Dreieichenhain war es kaum schwieriger.
Dann kam das erste Spiel, bei dem wir eigentlich eine Niederlage eingeplant hatten. Darmstadt-Roßdorf kam ungeschlagen und mit hohen Ergebnissen zu uns. Tja, es wurde nicht das erwartete Spitzenspiel. Obwohl wir mit voller Bank (also großen Wechselpflichten) und drei brandneuen Spielerinnen antraten, wurde es das bis zu diesem Zeitpunkt einseitigste Spiel. Die neuen bekamen alle viel mehr Spielzeit als erwartet, ohne dass eine Gefahr bestand. Einmal waren sogar alle drei mit einer (etwas) erfahrenen gleichzeitig auf dem Feld. Punkte haben die zwar keine gemacht – aber auch keine kassiert.
Gleich danach kam der nächste Test beim bis dato nur in Roßdorf unterlegenen TV Langen. Mein Entschluss nach dem erfolgreichen Spiel gegen BGDR wieder mit 12 und wieder zwei ganz neuen zu spielen (schließlich hatte Langen ja in Roßdorf verloren …) erwies sich als wenig glückliche Idee. Diesmal waren unsere Mädels nämlich wirklich gefordert. Das lag nicht nur am starken Gegner, sondern auch daran, dass nach sehr gutem Start ein paar Zehntel wohl ein Brett auf dem Korb lag.
Erst im 9. Zehntel hatten wir unsere Wechselpflichten erfüllt und konnten frei spielen. Weder ich noch die Mädels wussten am Ende, wie es eigentlich stand. Das wir 10 Punkte vorne waren hatten wir nicht geahnt. Umso größer war die Erleichterung und Freude.
Es ist sehr schade, das Langen das Spiel danach 0:20 gewertet bekommen hat, weil eine nicht gemeldete Spielerin eingesetzt worden war. Es war das mit Abstand beste Spiel in der bisherigen Saison.
Die weiteren Spiele bis zum letzten Samstag kann man zusammenfassen: alle waren zu leicht, bei allen hatten wir eine volle Bank und es kam in jedem davon immer mindestens eine frische Spielerin dazu. Insgesamt 19 Mädchen kamen bisher zum Einsatz und eigentlich könnten wir noch 10 weitere melden.
Die letzten beiden Spiele werden wir zwar nicht mutwillig verlieren, aber es sollen noch möglichst viele Spielerinnen Einsatzzeiten bekommen. Es geht ja um nix mehr.
Und wie im letzten Jahr: ab jetzt ist wieder Aufbauarbeit für die kommende Saison dran. Es bleiben zwar ein paar Spielerinnen in der U10, aber sehr viele werden U12.
WU10BZ sichert sich vorzeitig die dritte Bezirksmeisterschaft in Folge
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