Gegenüber dem Spiel in Groß-Gerau fehlten bei uns Moni, Heike, Lisa und Isabelle wegen Krankheit und Urlaub. Dafür waren Doerte, Joanna, Ludmilla, Ruth und Sandra dabei und wir mit 10 Spielerinnen gut besetzt. Es begann eigentlich gut für uns.
Die Bezirksliga-Absteiger aus Darmstadt kamen zunächst mit unserer offensiv aufgestellten Zone nicht gut zurecht. Die daraus resultierenden Fehlpässe führten zu zahlreichen Tempogegenstößen, von denen aber nur einer verwandelt wurde. Bis zur 7 Spielminute sah es so aus, als wäre das Spiel zu schnell für die Gäste und wir müßten nur noch anfangen unsere Chancen zu verwerten. Ab dann hatten die erfahrenen Darmstädterinnen allerdings ins Spiel gefunden. Stellungs- und Abstimmungsfehler auf unserer Seite sowie gute Anspiele auf die körperlich überlegenen Gästecenter brachten den BCD bis zur Pause mit 8:12 in Front.
Das zweite Viertel verlief vom Ergebnis her noch einigermaßen erträglich. Während die Darmstädter, die zwischenzeitlich auf Manndeckung umgestellt hatten, allerdings mit flotten Päßen und wohlorganisierten Fastbreaks daß Spiel nicht nur optisch dominierten, war besonders unsere Offense im Setplay ein unorganisiertes Chaos. Unter dem Korb konnten sich unsere Center nicht gegen die erfahrenen und großen Gästeverteidiger durchsetzen. Da die Grundaufstellung nie stimmte, gab es auch kaum Blocks. Gefährlich waren wir nur mit Fastbreaks – allerdings nur bis zum Brett, da wurden letztlich die meisten davon verschusselt. Mit dem 19:28 Pausenrückstand konnten wir noch zufrieden sein.
Dann kam das grauenhafte dritte Viertel, in dem garnichts funktioniert hat. Kamen wir zuvor noch ab und an zu Offenserebounds war es auch damit jetzt vorbei. Im Angriff war keinerlei Bewegung, Blocks wurden nach wie vor nicht gestellt. Gelegenheit zu Schnellangriffen gab es auch kaum noch, weil das Umschalten von der Defense zu lange dauerte oder die Vorderleute nicht da waren. Die Quittung für das katastrophale Spiel fiel mit 6:21 entsprechend deutlich aus.
Da es so nicht weitergehen durfte, stellten wir auf Halbfeldmanndeckung um. Das war zuvor von den erfahrenen Spielerinnen als gegen die körperlich überlegenen Gäste für undurchführbar gehalten worden. Aber genau das war der Schlüssel für ein erfolgreiches Spiel. Die bis dahin das Spiel dominierende Gästecenterinn bekam kaum noch genaue Anspiele und hatte auch keinen Platz mehr zu werfen. Nach 23 Punkten in den ersten drei Vierteln gab’s im letzten lediglich noch einen Korb. Trotz der härteren Gangart haben wir nicht mehr Fouls bekommen als zuvor und vor allem nur noch eines mit Freiwürfen. Endlich wurden auch die jetzt sehr zahlreichen Fastbreaks mit erträglicher Quote verwandelt. Die unaufhörlich steigende Fehlpassfrequenz der Gäste zeigte außerdem, daß sie das höhere Tempo an ihre konditionelle Grenze gebracht hat. Das Viertel ging mit 13:5 deutlich an uns, was das Endergebnis aber nur erträglicher gestalten konnte.
Für Mißstimmung sorgte der Trainer dadurch, daß er nicht jeden spielen ließ und andere nur kurz. In einer solchen Partie hat man als Spieler aber kein Viertel Zeit ins Spiel zu finden. Und braucht man Punkte vorne, kann man keinen einwechseln, der vorne nicht korbgefährlich ist. Nicht alle, die viel gespielt haben, waren auch effektiv, sind aber viel gerannt und haben sich Korbchancen erarbeitet, auch wenn sie davon die meisten vergeben haben. Wollen wir in der Saison noch erfolgreich sein, können wir kein paritätischer Einwechselclub sein. Außerdem muß die Trainingsbeteiligung, die zwar besser ist als in der letzten Saison, noch besser werden. Das, was im Training geübt wird, muß versucht werden im Spiel umzusetzen. Das Schlußviertel hat gezeigt, welchen Weg wir angesichts des Fehlens eines eigenen großgewachsenen Brettcenters bei uns gehen müssen und können.
Es haben gespielt und gekämpft:
Bianca 12, Dörte 7, Ludmilla und Steffi je 5, Joanna, Ruth, Sandra und Kerstin je 2, Charline 1, Dilara
Damen-1 mit schwacher Leistung gegen den Bezirksliga-Absteiger aus Darmstadt
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