Wie die Überschrift zeigt, trafen am Sonntagabend zwei im Schnitt sehr junge Teams aufeinander. Die jüngste Gästespielerin war 17, die älteste gerade 26. Bedingt durch die zahlreichen Verletzungen und die privat bedingte Abwesenheit von Kerstin Trippel sackte unser Altersschnitt auf gerademal 18,5, wobei unsere drei einzigen Senioren mit 20, 22 und 24 die drei 16jährigen im Team beim Schnitt nicht kompensieren konnten.
Sowohl Babenhausen als auch wir hatten am vergangenen Spieltag verloren. Beide Teams wunderten sich zu Spielbeginn was heute alles erlaubt war. Babenhausen schaltete aber schneller und spielte fast von Beginn an eine sehr körperbetonte Defense. Obwohl wir nicht so ängstlich auftraten, wie am Wochenende zuvor in Langen, brauchten vor allem unsere jüngeren Spielerinnen einige Zeit um mit der Härte im Spiel umzugehen. Entsprechend starteten die Gäste mit einem 0:7-Lauf bis zur 3. Minute. Danach lief es bis zur Viertelpause ausgeglichen (7:13), wobei wir leider nur einen von sechs Freiwürfen verwandelt haben.
Im zweiten Viertel ging es noch etwas härter zur Sache, wobei die Gäste die lockere Linie der Schiris (noch) besser zu nutzen verstanden als wir. Auch der zweite Spielabschnitt ging mit 9:15 an die Babenhäuser.
Wir haben die komplette Halbzeitpause in der Kabine verbracht und über die erste Hälfte gesprochen. Aus der Kabine kam dann eine andere Mannschaft. Von Beginn an zeigte die Körpersprache jeder einzelnen Spielerin das jetzt körperlich voll dagegen gehalten wird. Es entwickelte sich ein zwar nicht schönes, aber trotzdem sehr interessantes Damenspiel, dass in der Intensität eher ein Kreis-Herrenspiel war, obgleich beide Teams noch so jung waren. Dabei nutzten beide Mannschaften allerdings die durch die Schiris gewährten Freiräume nur im Rahmen der basketballerischen Fairness aus, weshalb es zwar ein paar blaue Flecken, aber keine Verletzungen gab. Natürlich dominierte die Defense das Spiel und es wurde eher ein Low-Score. Dem Rüsselsheimer Coach wurde das Wechseln von seinen Spielerinnen leicht gemacht, weil er wirklich jeden einsetzen konnte ohne einen Bruch im Spiel befürchten zu müssen. Es standen sogar zweimal für Minuten eine komplette U19 auf dem Feld (einmal im Schnitt 16,8, beim zweiten Mal 16,0) und es ging mit der gleichen Intensität weiter wie zuvor. Freie Distanzwürfe waren für beide Mannschaften Mangelware. Der Ball musste bis zum Brett geboxt werden. Und am Ende gab es dann oft das Foul und die Freiwürfe. Die Schiris behielten ihre Linie bei. Das Gute war man konnte sich darauf verlassen. Trotzdem häuften sich die Foulpfiffe. Am Ende war die Foulbilanz fast Identisch 23:23 und jeweils drei Spielerinnen mit vier Fouls belastet. Der Unterschied war letztlich, daß die im Seniorenspielbetrieb erfahreneren Gäste ihre Fouls vor der Korbaktion machten und wir zu oft erst in der Korbaktion. Daher sieht die in diesem Spiel endscheidende Bilanz der Freiwürfe leider sehr ungünstig für uns aus: wir 4/14, Babenhausen 18/34. Diese Differenz entspricht genau der Differenz am Ende des Spiel (45:59).
Wie auch immer, es gibt gar keinen Grund etwas zu betrauern. Wie auch die Nachbesprechung am Montag ergab, kann man die Partie als Reifeprüfung für unser junges Team werten. Fast die Hälfte davon war noch Mitte September gar nicht für einen regelmäßigen Einsatz bei den Damen eingeplant und schließt nun in bewundernswerter Weise die durch die Verletzungen entstandenen Lücken dort. Zwei machten ihr erstes Seniorenspiel überhaupt. Und allen die bei der Nachbesprechung da waren hat die zweite Halbzeit richtig Spaß gemacht.
Leider hat Babenhausen eine Spielerin eingesetzt deren Teilnehmerausweis im Mai zurück gegeben wurde. Da sie das Spiel verdient gewonnen hatten freuen wir uns nicht darüber.
Jetzt haben wir eine längere Pause. Das Spiel gegen Wallerstädten am 1.11. steht zwar noch im Spielplan, wird da aber nicht stattfinden. Zum nächsten Spiel am 8.11. in Weiterstadt hoffen wir unser Lazarett leidlich zu leeren und zumindest eine unserer Auslandsreisenden wieder dabei zu haben. Und dem Coach wird es schwer fallen jemanden vom Sonntag dafür nicht spielen lassen zu können.
Es kämpften und trafen:
Ioanna (11, 3/8), Effi (10), Maja (6), Johanna (6), Alex (5, 1/2), Darleen (3, 1/1), Aylin (2), Michelle (2), Corinna
DBL: 18,5:20,9
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