Ohne Lara M., Renée, Jacqueline und Zilan, dafür mit zwei Neulingen, Anne und Jasmin, sowie Emily und Nadine, die mit der WU13 direkt davor bis zum umfallen den Sieg erkämpft hatten, trat die WU15 nicht gerade mit besten Aussichten zum schweren Auswärtsspiel in Dreieich an. Frisch und in Normalbesetzung durchaus gleichwertig, wie die knappe Niederlage in der Oberligaquali gezeigt hatte, ging heute gar nichts. Besonders was die Körpergröße angeht, waren wir heute deutlich unterlegen. Jasmin ist noch zu kurz dabei, um uns aus der Misere zu helfen, wenn Lara und Renée nicht dabei sind.
Zwar sah es vom Ergebnis her bis Mitte des ersten Viertel so aus, als könnte unsere ersatzgeschwächte Kombo mithalten (6:7), aber dann brach die Defense zusammen und die Führung ging an die sehr gut eingespielten Gastgeber, die sie bis zum Schluß fast ungehindert immer weiter ausbauten.
Von beginn an fehlten unseren Aufbauspielerinnen vorne die gewohnten Anspielstationen. Der Ballvortrag war zu eng und irgendwie drückten sich viele davor angespielt zu werden. Die Fastbreaks nach den daraus resultierenden Ballverlusten wurden fast immer eins gegen zwei verteidigt. Da der eine fast immer Darleen oder Corinna war, hatten unserer beiden Aufbauspielerinnen schon vor der Pause eine hohe Foulbelastung.
Mit einfachem Give&Go, konsequenten 2:1-Fastbreaks, besserer Reboundarbeit und einer mäßig aggressiven Ganzfeldpresse ließ sich unser Team vom Gastgeber demontieren und hat erst kurz vor Ende bemerkt, daß es doch unangenehm wäre, erstmals einen 100er zu kassieren. Für diese Erkenntnis war es dann natürlich zu spät und außerdem hatten wir die Gegner ja fast vier Viertel so toll aufgebaut, daß sie jetzt mit extremen Selbstvertrauen auch aus den verrücktesten Lagen und Positionen trafen.
In der Defense waren nur Corinna, Darleen und Emily (trotz eines Wespenstichs an der rechten Hand des anstrengenden WU13-Spiels davor) präsent. In der Offense kam nur Corinna an die Normalform heran. Man merkt, daß sie vom WU17OL-Training in Weiterstadt profitiert. Sie verliert auch bei schlechtem Spielverlauf nicht mehr die Motivation weiterzukämpfen. Savina ist seit einiger Zeit unsere Offense Spielerin des Schlußviertel. Es ist ein wenig wie Jeckyl&Hide – zum Schluß dreht sie eindrucksvoll auf und traut sich auf einmal alles zu.
Theoretisch kann es nur besser werden. Zumindest im WU17-Spiel hat die weitgehend gleiche Mannschaft einen Tag später gezeigt, daß sie mehr kann.
WU15 kassiert Packung
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